Ohne Grenzen keine Nähe - Warum Anpassung deine Beziehung zerstört
Shownotes
In dieser Episode erkunden Silvio und Daniela die Bedeutung von Grenzen in Beziehungen, sowie den Ursprung und die Auswirkungen von Unterdrückung der Wut, Anpassung und Grenzenlosigkeit. Sie geben durch sehr persönliche Einblicke in ihre eigene Beziehung ein lebendiges Beispiel und beleuchten so die Relevanz von gesunden Grenzen und wie das echte Nähe ermöglicht. Die Beiden geben praktische Tipps zum Setzen von Grenzen und ermutigen dich als Zuhörer, deine eigenen Grenzen und Bedürfnisse zu erkennen und auszudrücken, um dir so wahre Nähe und Verbundenheit in Beziehung zu ermöglichen.
Alle Links und weitere Informationen zu Silvio, Daniela und ihrem Wirken findest du unter https://silviosandro.com/linktree
Instagram: https://www.instagram.com/deinsilviosandro/ https://www.instagram.com/daniela.katharina_/
Transkript anzeigen
00:00:01: Hey und herzlich willkommen bei Deiner Beziehungsrevolution, dein Podcast für tiefe Verbindung und erfüllte Beziehungen.
00:00:09: Hier geht es darum dass wir alte Muster durchbrechen, emotionale Nähe aufbauen und authentisch sichere Bindung erleben!
00:00:16: Mein Name ist Silvio Sandro und gemeinsam erforschen wir die wundervolle Welt der zwischenmenschlichen Beziehung und heute mit dabei die Wundervolle Daniela Katharina.
00:00:29: Hallo
00:00:30: Und wir starten mit euch heute rein in das Thema ohne Grenzen keine Nähe, warum Anpassung deine Beziehung zerstört.
00:00:43: Wir haben beim Auswählen des Titels... also ich habe meine Gedanken dazu gemacht, ist ja schon ein ziemlich reißerischer Titel und gleichzeitig ist meine Beobachtung und mein Erleben und meine Erfahrung Das nun mal Grenzenlosigkeit und Anpassung, Beziehungen zerstört und letztlich uns trennt und nicht Nähe, Verbundenheit und Kontakt entstehen lässt.
00:01:12: Und so bin ich heute sehr enthousiastisch und vorfreudig auf die Episode auch nach den zahlreichen Feedbacks-und Rückmeldungen zur letzten Episode.
00:01:22: Da wollte ich einfach auf dem Weg nochmal ein ganz großes Dankeschön aussprechen, das freut mich sehr – und ich glaube es freut uns sehr oder?
00:01:31: Ja!
00:01:33: zu uns getragen worden ist und hat uns oder inspiriert, uns einfach noch einmal mehr da einfach dran zu sein.
00:01:40: Und die Dinge und die Themen zu behandeln und rauszutragen in die Welt und ein Stück weit aus unserer Perspektive zu betrachten und auch nochmal in mir eine größere Lust entfacht das Thema Sexualität mehr reinzubringen zu beleuchten offen und authentisch darüber zu sprechen, wie wir das erleben was unsere Erfahrungen sind.
00:02:03: Unsere Beobachtung.
00:02:04: Und ja genau.
00:02:07: Möchtest du da ganz kurz noch?
00:02:09: Ja also mir war dasselbe da.
00:02:10: ein ganz großes Danke an die zahlreichen Rückmeldungen und ich fühle da eine ganz große Freude.
00:02:16: Ich bin heute in den letzten Tagen schon immer wieder da gesessen und habe mich mit dem Thema nochmal mehr beschäftigt weil es ja präsent ist und eröffnet in mir auch eine ganz grosse Lust tiefer zu gehen und einfach auch nochmal mehr darüber zu sprechen, weil es einfach scheinbar ein sehr wesentliches Thema ist.
00:02:34: Das macht mir Freude.
00:02:36: Schön!
00:02:37: Genau und um jetzt nicht zu sehr in die Sexualität abzudauchen lasst uns zum eigentlichen Thema der heutigen Episode kommen zu dem wir uns entschieden haben da in den letzten Tagen und in den Letzten Wochen auch erst zum einen in den Einzelbegleitungen viel an mich und an uns herangetragen worden ist.
00:03:00: Das Thema Grenzen, das Thema Wut und es auch in meinem Leben in den letzten Wochen ja sehr präsent war.
00:03:12: und da werden wir euch und dich in der heutigen Episode so ein Stück weit mitnehmen aus Sicht des Nervensystems und ein Stück weit aus dem Bindungsmuster heraus, was da grundsätzlich in uns passiert.
00:03:26: Und im zweiten Teil würde ich euch gerne mitnehmen ja in meine ganz persönliche Geschichte und wie ihr das jetzt in den letzten Wochen erlebt habt und wie sie das aufgelöst hat und was daraus einfach auch nochmal für Erkenntnisse ich gewinnen und gewonnen habe.
00:03:42: Ja so würde ich sagen starten wir direkt rein.
00:03:45: also die wird gern zu beginnen euch mitnehmen zu zwei ganz wesentlichen Grundbewegungen, mit denen wir in der Begleitung arbeiten.
00:03:59: Und das ist die eine Achse.
00:04:01: also wenn man von diesen zwei Bewegungen sprechen dann sind es für mich diese zwei wesentliche Gefühlsbewegung und da wäre für mich die Eine Achse, die Achse der Wut, der Grenzen Und die zweite Achse wäre die Trauer, die Verletzlichkeit und die Nähe.
00:04:25: Wir haben in der Arbeit mit den Menschen beobachtet dass das im wesentlichen Kern auf der Gefühlebene die zwei wesentliche Grundbewegungen sind um dies letztlich geht, die bei den meisten Menschen unterdrückt sind irgendwie... in Beibassstrategien gelebt werden, die ja ... weiß ich nicht.
00:04:48: Vielleicht auch verdrängt werden, abgespalten sind und zu denen die Menschen entweder an übermäßig großen Kontakt haben oder so gut wie gar keinen Kontakt.
00:05:02: Und in der heutigen Episode soll es im Gehen um die Achse Wut, Grenze und Autonomie.
00:05:09: Ich möchte an dem Punkt ein bisschen Ausholen in Bezug auf unsere Kindheit und dir einfach ein Bild skizzieren, warum es den Menschen und auch mir und uns allen zumindest ist das meine Beobachtung.
00:05:25: Uns mit den Gefühlen und jetzt mit der gefühlsachse Wut enorm schwer fällt ist weil wir letztlich in einem Umfeld groß waren sind in dem Wut und diese aufsteigende Kraft in uns letztlich nie wirklich einen natürlichen Umgang erfahren hat.
00:05:46: Das heißt, was meine Beobachtung ist und was mein eigenes Erleben ist, ist dass wir in einer zutiefst gefühls... Ihnen nennt es jetzt mal wirklich ganz vorsichtig behinderten Gesellschaft groß geworden sind wo die Menschen einfach nett gelernt haben mit Gefühlen umzugehen.
00:06:09: Wut ist eben eines der Gefühle, die kollektiv und individuell meiner Erfahrung nach einfach am wenigsten akzeptiert ist.
00:06:25: Und wo am meisten Schmerz damit passiert ist weil diese Wutkraft halt auch etwas sehr oder ein großes Potenzial an Energie in unserem Körper zur Verfügung stellt Und in der Regel halt die Menschen dieses große Potenzial an Energie halt meistens verwendet haben für Aggression, Unterdrückung, emotionale Gewalt, Grenzüberschreitung, Maßregeln bestrafen und wenig konstruktiver Umgang damit ja gelebt worden ist wie zum Beispiel sich gemeinsam in dieser Kraft zu spüren, gemeinsam diese Kraft zu kultivieren.
00:07:13: Gemeinsam sich in seinen Grenzen auszuloten.
00:07:17: also wie viel Kraft ist da in mir?
00:07:19: Wo ist dieser Punkt wo er jetzt zum Beispiel über meine Grenzen, also über meine Kraftgrenzen kommen wird?
00:07:25: Sich in einer natürlichen Form liebevoll aneinander zu reiben konstruktiv und auf Augenhöhe ein Konflikt austragen.
00:07:36: so das ist ja etwas was meine Erfahrung nach in unserer Kindheit halt nie gegeben hat.
00:07:43: Das heißt, das was ganz früh im Bindungsmuster installiert wird heisst deine Wutkraft darf nicht existieren die muss unterdrückt werden die muss abgespalten werden und dann Muss und darf des Nervensystem oder es muss eigentlich ein Überlebens Modus aktivieren um letztlich mit dieser überforderung der gefühle zurechtzukommen.
00:08:11: Und ein Stück weit ist das, was uns dann bis ins erwachsene Alter begleitet dass wir dieselben Gefühlsbewegungen in uns tragen und gar keine Idee dazu haben wie man überhaupt anders mit dieser bereitgestellten Energie im Nervensystem umgehen könnten.
00:08:36: jetzt Ich habe mich ziemlich lang gesprochen.
00:08:38: Jetzt gibt es die Idee in mir, dass das schon viel zu lange ist und dass es jetzt mal an der Zeit ist einfach mal kurz reinzuhören was deine Gedanken dazu sind und dann vielleicht auch ergänzt
00:08:49: Ja, ich glaube das ist schon gut erklärt.
00:08:52: was immer jetzt nur aufgeschrieben habe ist dass das wie wir ja aufgewachsen sind oder zumindest hab es ist erfahren oft in der Machtgefälle passiert.
00:09:01: Das heißt bis als Kind immer du musst dich unterstellen weil es steht immer jemand über dir Und natürlich, du bist als Erwachsener hast du zum Gewissen grad mehr Erfahrung.
00:09:13: Das stimmt aber das Ding ist ja wir sind trotzdem gleichwürdig gewesen und es ist halt das was wir als Kinder einfach nicht erfahren haben.
00:09:20: Zumindest meine Erfahrung war dann halt gerade wenn Du von den zwei Achsen sprichst dass Trauer etwas war was noch eher okay war da gibt's dann jemanden der da ist.
00:09:30: dann sorgt es vielleicht sogar für eine gewisse eine gewisse Nähe, die jetzt vielleicht im Nachhinein betrachtet fraglich ist ob es wirklich Nähe war.
00:09:42: aber es entsteht zumindest in irgendeiner Form.
00:09:44: Es ist jemand da.
00:09:46: Die Beakzeptanz dafür oder?
00:09:47: Ja genau und bei Wut ist das ja eben wie du sagst eher so... Du musst es, das darf nicht da sein und oft hört man dann ja bei den Einzelterminen oder so.
00:09:58: Ja, du musst mit deiner Wut wie es ins Zimmer gesteckt.
00:10:01: Dann bleib jetzt einmal eine halbe Stunde in deinem Zimmer und komm damit recht.
00:10:03: Und wenn's dir beruhigt hast, dann kannst wieder kommen.
00:10:06: Also fahren wir als Kinder, wir werden quasi ausgeschlossen.
00:10:09: also wir sind nicht mehr Teil des Rudels und wir sind Rudelwesen, soziale Wesen bist einfach nicht akzeptabel in dem Rudel, wenn du wütend bist und mit der Kraft in Kontakt
00:10:25: bist.
00:10:26: Und meine Erfahrung ist das spätestens in der Pubertät ja schon so diese Kraft unweigerlich den Raum sucht also zumindest was bei mir so und dennoch man einfach mit diesen Machtgefälle in Kontakt kommt.
00:10:43: Ich bin zwar wütend, aber ich bin ja trotzdem nicht okay damit.
00:10:45: Dann muss ich schauen, dass ich mich irgendwie beruhigere oder man wird massgeregelt so und das ist halt genau das wie man dann in Beziehung geht.
00:10:55: Ja!
00:10:55: Das ist voll super.
00:10:56: also ich würde noch gern kurz einhaken bei dem Rudel, ihr habt es schön gefunden, dass du das da jetzt ansprichst.
00:11:02: Und um eben auch den Zuhörern mitzugeben, also ich spreche das einmal in den Einzel-Sessions immer wieder an.
00:11:07: Wir dürfen wirklich das immer beginnen aus der Füße ist und aus unserer Biologie heraus zu betrachten... ...und wenn man dieses Bild jetzt hernimmt, mit dir jetzt geh mal in dein Zimmer und bleib mal dort bis du die beruhigt hast, ist ein Ausschluss aus dem Rudel.
00:11:21: Also es passiert Verbindungs- und Kontaktabbruch so zu deinen Bezugspersonen quasi zum Leitrudel.
00:11:28: Ergo entsteht im Nervensystem die große Not, weil Verbindungs- und Kontaktabbruch letztlich im Kern für unser ganzer neuobiologisches System tot heißt sterben.
00:11:41: Also das ist in einem Überlebensmodus.
00:11:43: Das heisst an dem Punkt wo wir diese Kraft unterbinden und unterdrücken und Abstand nehmen also bestraft werden.
00:11:53: dafür Also startet in uns im Kern über Lebensmodus, weil das Nervensystem muss eine Lösung finden um damit zurechtzukommen.
00:12:03: Und das ist halt das was dann in der Regel dazu führt dass die Menschen als Erwachsener wenn sie Gefühle haben oder wenn Wut da ist entweder völlig cholärisch sind massive Überforderung haben, massive Verzweiflung haben.
00:12:18: Wenn dann wieder das da ist und in der Regel ist es ganz... Also wenn du wirklich in die Tiefe reinhörst, ist das auch beim Kolariker.
00:12:25: Es ist die Verzwiflung weil's keine Idee gibt was im Grunde mit dieser Wut passieren soll.
00:12:31: Es ist diese tiefe Einsamkeit und diese tiefer Letzlichkeit Weil Diese Energie zur Regulation als Kind eingegenüber gebraucht hätte Da aber nie gegenüber da war, es kocht Energie auf die grundsätzlich mit unserem Leidrudel und unseren Eltern sich entladen oder regulieren könnte.
00:12:56: Jetzt gibt's sie aber nicht!
00:12:58: Also ist das immer wieder aufs Neue, die Energie steigt auf und ich bin in der gleichen Notsituation damit dass ich etwas umgehen muss wo überhaupt gar keine Ahnung habe wie das funktioniert.
00:13:09: Und das ist dann die Notsituation, in der wir dann letztlich auch als Erwachsene sind.
00:13:15: Ich nehme dann für das Bindungsmuster immer total gerne dieses Bild her von Stell dir vor – ich habe es jetzt erst verkürzt in einem Einzeltermin – das Beispiel stell dir vor du kommst auf die Welt und man zieht dir von Tag Null immer den roten Bulle an.
00:13:31: Man zieht ihn gar nicht aus und der ist ein flexibles Material, der wächst immer mit mit dir.
00:13:35: Da wären die Menschen... Also das ist für dich ganz normal.
00:13:39: du steuerst dem Bulli gar nicht in Frage, den gibt.
00:13:41: also es gibt die ohne diesen Roten Bullee gar nicht.
00:13:44: Bis irgendwann dann vielleicht draußen nochmal wer herkommt und sagt, du bist ein komischer Roter Bulley und jetzt sagst du was ich hab gar kein Rotem Bullee was ist?
00:13:51: Du kannst das gar nicht verstehen was da eigentlich los ist weil der Bullie is deine Identität!
00:13:58: Und letztlich ist das, was wir wie ein Bindungsmuster machen.
00:14:01: Ist ja dass wir mehr und mehr diesen Bewusstsein schaffen für diese Bulli den wir da anzogen haben.
00:14:07: Und dieser rote Bulli steht für mich jetzt für diese Unfähigkeit Wut zu bewegen.
00:14:11: Ergo-Kränzen zu setzen weil es wäre diese Kraft die Grenzen setzt.
00:14:16: also das Nervensystem schickt uns Adrenalin, Cortisol und das wär so richtig Wumsenergie der einfach sagt hey bis daheim und nicht weiter.
00:14:27: Aber weil wir das nicht gelernt haben, sind wir in einer Verzweiflung und haben den roten Bulle an.
00:14:33: Ich habe mir Eindruck, dass man das rote Bulleybeispiel nicht so gut verstehen kann.
00:14:37: Ist es so?
00:14:38: Ja!
00:14:39: Ich erkläre es nochmal in meinen Worten.
00:14:41: also man kommt nackt auf die Welt.
00:14:43: ich bin ein Wesen, ich bin am nett berührt von irgendwelchen Bindungsmustern Ängsten, dass ich nicht okay bin.
00:14:50: Also ich komme ja grundsätzlich auf die welt mit dem und bekomme dann aber, ich würde jetzt einmal sagen, ich habe nicht von null auf den roten Bulli an.
00:15:00: Aber der wird dann langsam gestrickt und gestrickte und gestickte
00:15:03: und
00:15:03: dann zieht man den mehr und mehr an und dann ist es der Bulli, der war mein Leben lang immer wieder also der dann mitwachst mit mir
00:15:10: so.
00:15:11: Und das, der Bullie ist aber nicht meine Identität in Wahrheit weil Das Wesen, die Identität.
00:15:18: Aber der Bulli ist das was mir drüber gezogen wird und womit ich mich identifiziere?
00:15:23: Und der Bullis steht aber für Spindungsmuster.
00:15:25: Das ist total schön zusammengefasst!
00:15:27: Genau so meines... Ja danke dafür dass du das jetzt zusammenfassst weil ich komme dann oft in ... Ja, es sprudelt in mir über und dann merke irgendwann so oh wait a mal kann man dem jetzt überhaupt noch folgen.
00:15:40: Also danke für das!
00:15:41: Absolut.
00:15:42: also ich finde schon dass wir dem folgen können.
00:15:44: Ich hoffe die Zuhörer da draußen auch.
00:15:46: aber ja und gehen du zu dir darum den roten Bulli als diesen zu verstehen?
00:15:52: Also zu erkennen.
00:15:53: Oh hier renne eigentlich mit einem rotem Bulli herum und das bin ja gar nicht i. Und das ist oft der Prozess... Echt herausfordernd ist, wenn man so damit identifiziert ist dass ich einen roten Bulli habe und das Tag-ein-Tag aus morgens bis abends und in der Nacht auch noch.
00:16:09: Und dann plötzlich beginnt zu erkennen, das ist ja gar nicht mein Haut oder das gehört dir gar nicht zu mir.
00:16:15: Das ist ganz schön herausforderend!
00:16:18: Genau das ist gar nicht mal Identität.
00:16:20: und wenn wir den Roten Bullie jetzt zum Beispiel beim Namen nennen und sagen da rote Bullis steht jetzt zinnbildhaft für dieses destruktive Beziehungsmuster Dann könnte man zum Beispiel sagen, wenn es jetzt um Grenzen geht und um diese Wutkraft dann ist dieses Bindungsmuster z.B.
00:16:35: der rote Bulli der Anpassung.
00:16:38: Und wenn ich mit diesem Bulli draußen bin, dann bin ich der, der sich immer anpasst für alle anderen.
00:16:45: Der, der alles über sich ergehen lässt, der ihm aushalten is', der ihm anpassen iß' und der, die einfach keine Grenzen setzt!
00:16:54: Und warum tut er das?
00:16:56: weil er ja Verbindung und Kontakt zu den anderen nicht gefährden möchte.
00:17:02: Weil die Erfahrung war, an dem Punkt wo diese Wutenergie also die Grenzenergie die Autonomiebewegung in mir aufsteigt werde ich bestraft.
00:17:12: das wird man abtreten darf nicht sein.
00:17:14: also verliehe verbindung und kontakt Das möchte des Bindungsmuster vermeiden.
00:17:18: Also passt sie mehr an und sorgt einfach nichts mehr.
00:17:22: Genau
00:17:23: Und mit ihm Angepassten roten Bindungsbully bin ich dann draußen in der Welt unterwegs und stelle mal permanent die Frage, warum ich zum Beispiel erschöpft bin.
00:17:35: Warum das Leben sinnlos ist?
00:17:37: Warum immer wieder in Wellen depressive Verstimmungen habe?
00:17:42: Warum ich immer wieder an die gleichen cholerischen Partner komme?
00:17:47: Warum meine Kinder mir massiv die Wutknöpfe
00:17:51: drücken?!
00:17:52: Bis sie irgendwann drauf kommen, so oh okay, warte mal.
00:17:57: Das hat grundsätzlich ganz viel mit einer Unterdrückung zu tun und viel weniger mit dem im Außen.
00:18:06: Ja ich glaube das wäre jetzt eine schöne Möglichkeit um zum zweiten Teil überzugehen den du am Anfang erwähnt hast nämlich das Beispiel also das was dir die letzten Tage wochen begegnet ist und ja wie du das so erlebst mit den Grenzen
00:18:21: Ja, voll gerne.
00:18:22: Es war jetzt auch in dem Fall Mai ganz gleiche Impulse, dass das hier an diesem Punkt gut passt weil es einfach mit diesen roten Anpassungspulli zufälligerweise sehr gut auf Mai Bindungsmuster einfach zutrifft.
00:18:38: und ich merke da gibt's einfach ein bisschen Scham das zu kommunizieren.
00:18:44: bin ich der Silvio, der ja mit den Menschen arbeitet und dann arbeitest du mit dem Menschen an den Grenzen oder Beziehungsmuster.
00:18:50: Und dann einfach hier sich herzustellen und zu kommunizieren dass man ja selber genauso noch seine Themen hat und das man selber genau so sein Bindungsmuster hat merke da es eben einfach ein bisschen Scham und auch ein Stück weit Verletzlichkeit gibt.
00:19:03: Und gleichzeitig möchte ich halt hier einfach transparent sein Ein Basis dafür schaffen, dass wir uns hier auf Augenhöhe von Mensch zu Mensch begegnen.
00:19:13: Auch wenn man jetzt in einem therapeutischen Kontext arbeitet und Menschen einfach auf Augen höhe begegnet... Nur wenn ich zu jemandem gehe, der jetzt schon mit Menschen arbeitet.
00:19:25: Hast du es deswegen ja nicht?
00:19:26: Dass er fertig ist oder dass der jetzt deswegen keine Themen mehr hat genau.
00:19:30: Also das war mir jetzt an dem Punkt einfach noch mal wichtig zu sagen und ich glaube, dass das auch in diesem Kontext ganz wichtig ist, dass es hier eben kein Machtgefälle mehr gibt.
00:19:41: Und K, hier ist jetzt der Berater, der Thera Boyd, der Coach, ist jetzt wieder irgendwo auf einem Träppchen Der ist mehr wert oder der war es irgendwas mehr und dass dieses Machtgefälle quasi wieder da ist.
00:19:56: Und wir dann als Kunden, oder als Menschen die zu den Therapeuten hingehen, dann wieder in dem kindlichen Machtgefälles sind und dann letztlich wieder in unserem Bindungsmuster drinhängen.
00:20:06: Das wollte ich an dem Punkt... Wunderst bemit mir voll wie du das beschreibst und das da nochmal zusammenbringst?
00:20:10: Danke dafür!
00:20:11: Genau,
00:20:12: kurz einfach noch mal ansprechen.
00:20:14: Ja, danke!
00:20:16: Und so, ja möchte euch gerne kurz mitnehmen in meinen roten Anpassungspulli und mein Bindungsmuster in Bezug auf Grenzen.
00:20:25: Und ich möchte gern kurz jetzt noch weiter ausholen, nämlich in meine Kindheit – da möchte ich euch ganz kurze Geschichte erzählen – wir waren längst mit meiner Mama Pizza essen!
00:20:40: Dann sind wir nach dem Pizzener Essen durch die Herrengasse spaziert und Daniela ist so leicht und locker, dann quatschen wir so.
00:20:55: Dann fragt sie meine Mama einfach so, by the way.
00:20:58: Wie war das eigentlich beim Silber seiner Geburt?
00:21:02: Hast du den dann an der Brust gehabt?
00:21:04: oder wie waren die Mamas so nahe und haben dann die Babys in einen eigenen Zimmer geschlafen?
00:21:09: Und wie war es eigentlich mit dem Stil?
00:21:11: Dann hat sich einfach ein paar Fragen gestellt, die ich meiner Mutter tatsächlich noch nie gefragt habe.
00:21:15: Ich hab immer nur so eine Idee dazu gehabt.
00:21:18: Da ist mir dann einfach nochmal mehr bewusst geworden im Bezug auf Anpassung und ein Sicherheitsgefühl Was da einfach schon ganz, ganz den ersten Moment meines Lebens.
00:21:29: Ja könnte man sagen daneben gegangen ist weil das halt einfach so war dass mal Kinder zum Schlafen waren was hingelegt hat.
00:21:35: sie fühl ich ja auch niemanden verurteilen und auch nicht meine Mutter oder so aber einfach nur als Bild wo es einfach begonnen hat in mir diese Software einzuprägen Und dann ist das natürlich weitergegangen, dass meine Mutter zum Beispiel viel gearbeitet hat und dann die Trennung mit meinem Vater und die Mama dann alleine erziehend.
00:21:54: Da gibt es zum Beispiel kaum Erinnerungen in mir an Zeit mit meiner Mutter sondern hauptsächlich Zeit mit meinen Oma.
00:22:00: Mein Oma, muss man sich vorstellen so, ist eine erste Nachkriegsgeneration also die war vier zu Ende des Krieges und so ist ein Stück weit einfach ... Erziehung gewesen, nämlich da gibt es Regeln.
00:22:14: Da gibt's ein Gehorsamsein.
00:22:15: Da gibts ein klares Regelwerk und wenn man sie in dem bewegt, gibts Liebe.
00:22:21: Und wenn man sich in dem nicht bewegt dann gibts Bestrafung und die Bestrafungen heißt Ein Eisklotz sein, Abgrenzung und du als Kind bist einfach nicht mehr existent.
00:22:32: so Also bist in der gleichen Notsituation, nämlich ich als Kind, als Silvio.
00:22:38: In seiner Autonomie der möchte rausgehen da ist dann noch mal Wut da sind Gefühle da kriegt an dem Punkt immer Kontaktabbruch Verbindungsabbrug der letztlich immer wieder zur gleichen Not-Situation führt.
00:22:50: Nämlich okay wow!
00:22:51: Ich muss mir anpassen, ich muss alles abdrehen weil sonst verliere ich den Bezug zu meinen Bindungspersonen, zu meinem Bezugsumfeld.
00:23:03: Und warum ich das mit reinbringe ist, einfach nur so ein Bild zu geben wie sie diese Grundsteine legen.
00:23:10: Dass man permanent jeden Tag, die wir in den letzten Jahren, in der wir in dem System überlebt haben.
00:23:21: So, und jetzt um den Bogen zu spannen ist der Silvio wie er halt ist.
00:23:26: Ich habe es in der letzten Episode ja schon ein bisschen anklingen lassen sehr sensitiv auf Basis des unsicheren Bindungskontexts wo ich einfach immer abchecken hab müssen was kommt eigentlich als nächstes?
00:23:40: Bin ich halt auch sehr grenzenlos so.
00:23:45: und das heißt die Kern, da kernrote Bulle in mir immer am machen, immer am tun.
00:23:52: Immer für andere das noch machen und das noch reinbringen und dort noch erreichbar sein und jenes noch und den Termin noch und einen Termin.
00:24:03: und wo du dann schon oft sagst du schatz manst nicht dass dein Tag morgen doch vielleicht etwas zu eingetaktet ist?
00:24:09: Und in mir ist einfach nur so Na, weil es gibt ja kein wirkliches Nein in dem Moment in mir.
00:24:17: Wenn ich mit den Bindungsmuster identifiziert bin als Erwachsener ist man natürlich klar dass das viel zuviel ist.
00:24:24: und so haben mich die letzten Wochen einfach an einen Punkt gebracht wo ich sehr grenzen oder sehr stark identifiziert war mit dem roten Bulli und einfach an gewissen Punkten meine Grenzen einfach gar nicht gespürt habe, gar nicht wahrgenommen hab sondern einfach so stark mit dem Roten Bulle unterwegs war Bist halt zunehmend in den letzten Tagen halt wirklich Erschöpfung in mir war.
00:24:48: Antriebslosigkeit, Erschöfffungen.
00:24:50: und wenn man gedacht habt ja bist du wo ist mein Energie hin?
00:24:52: Was ist das?
00:24:53: Ich kenne mich so gar nicht jetzt also ich kenn mich schon so aber das war schon ewig immer was passiert da eigentlich gerade Und bis eben zu dem Punkt hin?
00:25:05: Ja klar Du bulferst permanent an allen Ecken und Enden gibst du, und gibst Du.
00:25:13: Und bist am Geben, am Machen, am Schauen, am Unterstützten, am Tun... Ganzenlos!
00:25:22: Ja, und dann habe ich Sonntag es war wirklich ... Es war dann aus dieser Erschöpfung heraus einfach echt so viel Wut in mir, wo er einfach gemerkt hat okay nur über Wut mitteilen Da komme ich jetzt nicht mehr ran.
00:25:36: und da bin ich wieder mal für mich so richtig ins Training eingestiegen, hab drüben den Samstag vermöbeln.
00:25:41: Dann bin ich so richtig wirklich maximal eingestigen einfach in die Wut und in die Grafen.
00:25:46: Das hat echt wieder ja die Lebensgeister zurück gebracht und an dem Punkt ist mir dann gescheuten dass sie jetzt in den letzten Wochen ziemlich stark identifiziert war mit diesen roten Anpassungspulle.
00:25:58: Und ja auf dem Punkt habe ich dann Stück für Stück wieder begonnen, an den Stellschrauben zu drehen beziehungsweise an dem unterschiedlichsten Beziehungsecekbohren.
00:26:09: Sowohl in unserer Beziehungen als auch mit meinem Sohn oder den Klienten einfach dort meine Grenzen zusetzen.
00:26:19: und seitdem ist wieder Energie da wie E&E.
00:26:24: also es ist faszinierend was da einfach wieder zurückgekommen ist.
00:26:29: so
00:26:31: Und in dem Moment, wo du dann beginnst deine Grenzen zu setzen.
00:26:34: Was ist denn das was in dir so vorgeht?
00:26:36: Ist es dann etwas ok?
00:26:37: nah wird man klar und die macht's einfach.
00:26:39: oder was ist das was dann passiert
00:26:43: In dem moment, dass ist eine echt gute Frage also das abzubilden wie das in mir dann ist.
00:26:51: Also es ist die Grenzenlosigkeit Es kommt da eine gewisse Erschöpfung Es kommt ein gewisse Überforderung.
00:26:58: Aus der Überforderungen komme ich mit der Wut in Kontakt Und der Punkt dann, die Grenzen zu setzen ist dann das Realisieren.
00:27:08: Dass ich jetzt da... Also es ist wir aufwachen dass ich jetzt diesen Bullen schon wieder an gehabt habe.
00:27:14: Das wird mir den Punkt bewusst so.
00:27:15: Ah Scheiße!
00:27:17: Wann hat sie das eingeschlichen?
00:27:18: Dass ich den Bulle anzogen hab.
00:27:21: Und da der Bulle mir halt so vertraut ist von meiner Kindheit bin ich halt irgendwann vor ein paar Wochen eine geschlupft und ich hab's halt einfach nicht mitkriegt.
00:27:30: Passt halt auch noch.
00:27:31: Passte halt einfach auch gut Und plötzlich wird man so gewusst, ah Scheiße!
00:27:36: Jetzt habe ich den Pulli an gehabt.
00:27:40: Da möchte ich kurz einhaken, weil wir haben im Vorgespräch darüber gesprochen und da hast du ja auch zu mir gesagt – und die möchte ich jetzt kurz da reinbringen -, dass diese Grenzenlosigkeit dir dann dorthin bringt, dass du dann fertig bist, erschöpft bist, müde bist... ...und über dieses Erschöpf sein Unbewussterweise ja auch gewisse Grenze setzt.
00:28:03: Nämlich du kannst nicht mehr, also bist ja da der erschöpft ist und dann setzt du ja irgendwo eine Grenze aber auf eine Art und Weise die ja weder erwachsen noch gesund ist sondern das ist schon etwas wo der Körper eigentlich ein Stück weit ausgebrannt ist und es wie die letzte Instanz ist um endlich zu sagen hey jetzt vor mal aber es geht nicht mehr
00:28:27: Genau.
00:28:27: Und das vor einmal aber schafft dann die Grenzen, weil dann bist du plötzlich in der Verletzlichkeit und wo dann jeder sagt man oder wo du dann sagst mal Silvia ja nehmt ihr mal eine Auszeit und also es setzt das Nervensystem ja von Haus aus ein Grenze oder schafft da gewisse Distanz, die dies brauchen würde.
00:28:50: Gleichzeitig gibt's auch da neue Mietdinge die anspringen?
00:28:53: Also kommt darauf an, wie weit wir das jetzt auffächern möchten.
00:28:57: Aber wenn du dann in dem Fertig sein bist gibt es ja zwar... also das eine ist der, die dann jeder, die da sitzt und die dann okay, die ist da aber hat eure Grenzen und ist dann... also keine eure Grenzen waren sagen wir mal so!
00:29:12: Und der andere Teil ist ja auch der grenzenlose Teil in mir, der dann aber ein Stück weit ja schon bisschen überfür Sorge geht In der Überfürsage und in der Überverantwortung.
00:29:23: Und das ist ja das, wo wir uns dann superklasse in solchen Phasen drinnen wälzen können!
00:29:28: Weil... Dann kann ich mich um die kümmern und du
00:29:32: kriegst ihm... Ja.
00:29:36: Also da gibt es jetzt fast Scham in mir das auszusprechen weil... Es ist ja völlig kindliches Miteinander.
00:29:45: Absolut.
00:29:46: Und man bedient sich auch die Muster Und in dem Moment, also vielleicht geht man dann weiter.
00:29:52: Weil ich in dem moment wo entweder E-Mail Grenze setz und sage bar hier jetzt da... Ich merke gerade, ich bemutterte oder ... überkümere dich.
00:30:04: Und mein Grenzersitz geht ja in dir was los?
00:30:06: Ja gut!
00:30:07: Sicher jetzt geht's wieder nicht um mich, wieder kümmert sich keiner um mich.
00:30:11: Ich bin quasi der Arme, der hier fertig ist und für uns alles gibt.
00:30:17: Genau das geht dann los.
00:30:19: Also wieder aus kindlicher Bindungsbrille heraus.
00:30:24: Genau.
00:30:26: Dann vollzieht sich der Schiff
00:30:29: Stimmt.
00:30:29: Dann vollzieht sich das Schiff, weil die dann jeder lasst mich in meiner Verantwortung und dann wird es immer enger und enger kommt die Explosion.
00:30:39: Jetzt gehts ins Training.
00:30:40: Die Wut hält keine Ahnung!
00:30:43: Die ganze Welt hasst mich oder keine Ahnung ist jetzt ganz übertrieben.
00:30:47: Ist wirklich überspitzt.
00:30:51: Kommt die Wut ... treibt dich wieder raus und mir wie so, ah fuck du hast den Pulle an.
00:30:55: Okay!
00:30:55: Und dann dreht sich's.
00:30:57: also dann wendet sich es weil.
00:30:58: dann kommt wieder das Bewusstsein für den Erwachsenen Silvio der sich hei woa woa du bist maximal identifiziert gewesen mit dem kindlichen Bindungspull in der Anpassung... Dann gehts raus, dann setze ich meine Grenzen, hol die Energie wieder zurück bin wieder bei mir, bin voll im Saft.. ..und dann geht´s bei dir los?
00:31:17: Und dann... jetzt die Tage das Bild einer Wippe hergenommen.
00:31:22: Ein bisschen ist es so, dass wir uns dann von der Wippen bewegen und dann bin ich in meiner Kraft.
00:31:27: Kommst du in dein Wut und in dieses maximale Explodieren vom Kindlichen?
00:31:33: Dann bist du in deiner Kraft!
00:31:35: Und dann geht's in mir los nämlich... Scheiße!
00:31:39: Jetzt füllt sich der Gurt, jetzt setzt er seine Grenzen, jetzt bin ich ja nix mehr wert, jetzt werde ich nicht mehr gebraucht, jetzt verlasst er mich sowieso.
00:31:47: Ja super vieler
00:31:49: Es ist völlig irre.
00:31:50: Also aus diesem erwachsenen Blick heraus, also dem wo wir jetzt ja so wie man da sitzen ist das völlige Irrsinn.
00:32:00: Weil es gibt ja in dem Moment wo ich meine Grenze setz, gibt's ja das Bedürfnis von hey lass uns gemeinsam jeder für sich in seiner Kraft, in seiner Wirksamkeit den Weg gehen.
00:32:11: und in dem moment wo es dann aber stückweit möglich wäre gibts maximalste Verlustangst in mir.
00:32:18: Maximal ist jetzt albertrieben, also ihr kennt sie in einer ganz anderen Form schon.
00:32:22: Da hat sich viel verändert und gleichzeitig ist es halt alles was anspringt.
00:32:27: Weil ihnen dann mit dem in Kontakt kommen eigentlich ein Wüstel zu sein und nichts zu kennen?
00:32:33: Und was wüssten du denn von mir wenn du in deiner Kraft bist?
00:32:38: Ja genau weil dann bist ja erwachsen, dann bis er erwachsener Mann Also unabhängig, aber du bist nicht mehr kindlich bedürftig abhängig.
00:32:49: Sondern man ist ein erwachsener Mensch und kann sich um seine eigenen Bedürfnisse selber kümmern.
00:32:55: So!
00:32:56: Weil es super ist?
00:32:57: Voll!
00:32:58: Und ich liebe das mich um meine Bedürflisse mit dir zu kümmern als Erwachsener-Mann.
00:33:04: Da werden wir wieder bei der anderen Folge.
00:33:09: Und ich möchte jetzt gerne den Bogen spannen, nämlich zum Thema ohne Grenzen keine Nähe.
00:33:14: Warum?
00:33:14: Anpassung deine Beziehung zerstört und für mich ist es ganz, ganz essentiell hier die Menschen wissen zu lassen dass wenn man in dieser Überanpassung ist und glaubt man macht und tut für Menschen und ist in einer Grenzenlosigkeit dann ist mein Wirklichkeit auch in der Trennung und in der Distanz und nicht in der Verbindung oder in der Nähe.
00:33:36: das ist ganz wichtig Weil wirklich die Nähe an dem Punkt beginnt, wo ich als Erwachsener in meiner Kraft bin und für mich als Souverän dastehen kann.
00:33:49: Ich als Silvio kann mir meine Bedürfnisse kümmern, ich kann für die selber Verantwortung übernehmen.
00:33:54: Dann beginnt überhaupt erst der Punkt, wo wirklich Nähe, Kontakt- und Verbindung entstehen kann weil ich nicht mehr permanent aus irgendwelchen kindlichen Überlebensstrategien Beziehung versuche zu führen
00:34:07: Absolut.
00:34:08: Und muss man ja dazu sagen, aus dieser Überanpassung und über Verantwortung heraus, dass man ja ein Stück weit alles gegenüber klein hält?
00:34:15: Das heißt, man kann ja gar nie auf Augenhöhe Beziehungen führen!
00:34:18: Ja...
00:34:19: Es fühlt sich zwar an als wäre man sich nahe und es fühlt sie an als würde man weiß ich nicht irgendwie Beziehung führen.
00:34:27: aber wenn man ganz ehrlich hinschaut und man ist in dieser Anpassung oder Verantwortung dann bin ich weder bei mir noch wirklich bei dir Und das ist irgendwas, aber nicht wirklich eine verbundene Beziehung.
00:34:41: Und ich glaube, dass es früher oder später immer an den Punkt kommen wird wo das dann irgendwo kläscht also eben wie der Titel sagt die Beziehungen zerstört so
00:34:52: krass
00:34:52: das erklingt.
00:34:54: Aber weil's nicht anders möglich ist Ich kann nicht die ganze Zeit am tun und am verstellen sein Da muss irgendwann die Bombe platzen
00:35:05: Absolut.
00:35:05: Und ich hab da mal ein total schönes Sprichwort von einem alten Lehrer von mir gehört, dass sie hier gern zitieren wird und das war wer die kleinen Grenzen nicht setzt muss irgendwann die Große setzen und die heißt dann meistens Trennung also Trennung im Sinne von ganz die Beziehungen zu trennen.
00:35:22: Das ist etwas was in den Phasen immer wieder präsent ist weil es letztlich um das geht.
00:35:29: und dann immer wieder auch die großen, es sind die Grenzen, die letztlich Verbindung und Kontakt herstellen und erzeugen.
00:35:39: Ja.
00:35:40: Gut also ich würde an dem Punkt jetzt haben wir zu Beginn ein bisschen gesprochen über das Nervensystem auch so ein bissel einen Einblick gegeben oder was meine unsere Sicht ist wie sie das entsteht Und wie sie das erzeugt, die hat mein Geschichte ein bisschen preisgegeben.
00:35:59: Ein Stück weit, wie es mir da damit geht und haben uns glaube ich schon ein Stück weit jetzt ausgedehnt oder die Grenzen unterhalten.
00:36:07: wir werden den Punkt jetzt noch wichtig vielleicht so ein zwei ganz konkrete Tipps und Schritte und Möglichkeiten den Zuhören mitzugehen.
00:36:17: was hast du's jetzt?
00:36:19: Weil, so wie wir schon mal gesprochen haben.
00:36:21: Jetzt sprechen wir über Grenzen und es ist für viele ... ja ich weiß Grenzen aber was mache jetzt damit?
00:36:27: Also wie setzt sich das jetzt um?
00:36:30: Wie integriert das jetzt in mein Alltag?
00:36:31: Wie integriert das immer Leben?
00:36:34: Und da gibt's die Ideen mir dass man gemeinsam vielleicht ein bisschen in unsere Erfahrungskiste noch kurz wühlen und den einen oder anderen Impuls die Idee da lassen, wie man das angehen könnte.
00:36:49: Und ich hätte ja schon zwar im Sinn.
00:36:52: Das heißt möchtest du dann gleich starten?
00:36:54: Ja gerne!
00:36:54: Also wenn Du möchtes dann leg' ich da gleich los.
00:36:57: also zum Einen ist glaube ich mal wichtig für jeden Zuhörer und für jede Zuhöhrerin sich selbst zu überprüfen.
00:37:04: bin eher der Typ, der die Wut wirklich schon spürt?
00:37:09: Oder bin ich der Typ, der sagt hey Wut gibt's in meinem Leben überhaupt gar nicht.
00:37:13: Der das gar nicht noch spürt.
00:37:14: Also ich glaube wir müssen einmal den Punkt mal festmachen dass du für dich ja mal überprüfst kann ich fasenweise Wut spüren?
00:37:23: und wenn jetzt vielleicht das Wort Wut komisch belagert ist dann geh wieder ein paar andere Wörter dazu.
00:37:29: es ist vielleicht ärger Es ist Zorn Hass angepisst sein, angefackt sein.
00:37:39: Also das wär alles schon ... Ja!
00:37:41: Das müssen wir bei umgangssprachlichen Wörter reinbringen weil ich sage ja, Wut hab er nicht.
00:37:44: Aber angfackt bin ich oft.
00:37:46: Ja?
00:37:47: So.
00:37:49: Das wäre alles schon so in die Wutachse und diese Paar eigentlich nervt mich was?
00:37:56: Und also diesmal zu überprüfen ist es etwas, was es in deinem Leben gibt... und wenn JA dann wäre zum Beispiel auch ganz eine simple Geschichte mit dieser Energie oder mit diesem Ärger, mit diesen Zorn, mit dem Angefakt sein einfach einmal wirklich ganz konkret Bewegung zu machen.
00:38:19: Keine Ahnung Laufen Kniebeugen Liegestütz ins Fitnessstudio gehen Seilspringen nicht wegbewegen von dieser Kraft und nur irgendwie die Ärger, sondern ganz konkret über den Körper einfach einmal in Bewegung einsteigen.
00:38:44: So okay das angefackt sein das nehme ich jetzt mit.
00:38:47: und jetzt geht es gern mal laufen.
00:38:48: jetzt bewege ich das.
00:38:50: oder im Sinne des Wuteises vom meinem Sohn wo du die schöne Idee gehabt hast, hey lass uns ein Wut ausmachen.
00:38:59: Weil ich sage immer wenn er wütend ist, ah er will was zerstören und der will nicht nur einen Bolster reinwerfen.
00:39:03: und dann haben wir halt den Tapper geschirrt und Wasser eingefroren und jetzt gehen wir mit dem gefrorenen Eis raus auf die Straße und dann klatsch, schau mal das am Boden!
00:39:12: Und dann wird was kaputt und dann gläscht's und dann ah... und dann entspannst du das relativ schnell.
00:39:17: Sehr befriedigend.
00:39:21: Ja absolut.
00:39:23: Da möchte ich mir gleich gern einhaken weil Das Angepis sein ist.
00:39:28: ja das eine, das andere und so merke ich das oft wenn eine Grenze überschritten wird oder es einfach merkbarer wird es eng in mir.
00:39:36: Und da würde jetzt eigentlich eine Grenz hinkören.
00:39:41: Es aber dann irgendwie nicht aussprechen kann weil ich an einer gewissen Starre bin.
00:39:45: Dann sitzt sie da und dann ist es wie... Also ich spüre das in mir, es kocht und es brodelt.
00:39:53: Ich bin abgegrenzt, aber jetzt nicht unbedingt aktiv grantig oder schießt zu dir.
00:40:01: Und da ist also in mir und das ist etwas was für mich eine super wesentliche Erfahrung ist nämlich in erster Linie einfach einmal eh wie du sagst in Bewegung zu gehen, aber dann ist es oft auch mal die Bewegung den Raum zu verlassen.
00:40:18: Also ich kenne mich und dann sitze sie auf der halbe Stunde lang in einer Situation, wo es mal eigentlich schon viel zuviel ist oder wo ich irgendwas kompensiere und gar nicht mehr bei mir bin.
00:40:31: Obwohl ich eigentlich weggehen müsste.
00:40:34: Genau also dass diese Abschaltung und diese Erstarung jetzt einen neuen Bewegungsimpuls gibt?
00:40:40: Nämlich hey du kannst die Bewegen in der Situation
00:40:43: Du kannst
00:40:44: einfach aufstehen und gehen, wenn das möglich ist.
00:40:46: Und wenn Gehen nicht möglich ist, einfach einmal zum Beispiel ganz bewusst beginnen zehn Spitzen bewegen, tiefer atmen, Fingerspitzen bewegten also grundsätzlich der Erstarung und der Abschaltung, wenn es dir möglich ist in den kleinsten Bewegungen auch mal überhaupt Bewegungsimpuls starten dass da Körper mitkriegt so okay warte mal ich bin gar nicht... Ich bin doch eigentlich gar nicht ausgeliefert, ich bin noch weder gefesselt angnagelt noch sonst irgendwas.
00:41:11: Und vor allem auch dann, wenn es ist wie den Hals.
00:41:13: Also ihr kennt's mit, ich kann da nichts mehr sagen, mir schnürzt dein Hals zu.
00:41:17: also ihr kennt von Situationen mit uns beiden.
00:41:20: und dann wirklich, wie du sagst und wenn es nur kleinste Bewegungen sind und vielleicht irgendwann nur die Bewegung kurz ins Bad fünf Atemzüge nehmen und wieder in die Situation gehen oder eben auch nicht aber auf jeden Fall in Bewegung zu gehen
00:41:34: Ja absolut Ja voll super.
00:41:36: Danke, dass es nur mit reinbracht ist aus deiner Perspektive.
00:41:40: Super, super wertvoll!
00:41:44: Gibt's noch einen Tipp?
00:41:45: Also das eine wäre in Bewegung gehen und das andere wäre eben also die Kommunikations-Ebene.
00:41:49: wenn dir das möglich ist einfach einmal auszusprechen hier ich fühle jetzt gerade echt ein Ärger Und das nicht... Jetzt du bist der Orsch oder irgendwie auf den anderen.
00:41:59: also du du du sondern ich was jetzt in dir da ist Ich fühl'n Ärger.
00:42:06: Da gibt es den Gedanken in mir, dass man das richtig anzifft.
00:42:09: Also dass man es einfach einmal vielleicht auch kommunizieren kann.
00:42:13: aber in erster Linie wenn wir da jetzt vielleicht was die Wut angeht noch nicht so trainiert ist dann falten vorerst die Kommunikation vielleicht schwieriger würde ich einfach echt mal bewegen und daran gehen und diese Energie einfach wirklich einmal in Schwung bringen
00:42:30: Genau.
00:42:31: Und gleichzeitig trotzdem, wenn du jemand bist der diese Wut schon kennt und dieser Wut bewegen kann dann ist auf jeden Fall der nächste Step die Kommunikationsebene.
00:42:38: Ja.
00:42:39: Da haben wir ja schon viele Folgen darüber gemacht eben auch mit dem ehrlichen Mitteil und den ganzen Dingen wie man daran gehen kann und ist schon etwas sehr Wesentliches aus also in der Ebene dann in Kontakt zu sein und das Netz eben zu verwechseln mit Anschuldigungen oder am Wut entbrannten.
00:42:59: Ich bin wütend, sondern genau.
00:43:02: Genau also auch zu Info da gibt es ein Podcast Episode die zwei Regulationsbereiche fürs Nervensystem.
00:43:07: also die werden dazu super hilfreich zu hören weil man dort detailliert beschreiben also wie wir das bei uns in der Arbeit machen in den zwei Regulations Bereichen und im Kern geht's um das.
00:43:21: Und was natürlich auch möglich ist, also zum einen arbeiten wir eben damit in Einzelterminen und Paarterminen.
00:43:28: Und gleichzeitig in Themenabenden- und Seminarwochenenden.
00:43:32: jetzt im Mai gibt es zum Beispiel ein Themenabend wo es genau um das geht.
00:43:36: Genau!
00:43:36: Wo du da wirklich ganz konkret eintauchen kannst... Und das zum einen lernst, auf körperlicher Ebene wirklich zum Ausdruck zu bringen.
00:43:44: Diese Bewegungen dir mehr und mehr zu erlauben mit anderen Menschen deine Wutkraft diese Power in dir Grenzen zu setzen deiner Autonomiebewegung zu folgen und zum Anderen das auch zu kommunizieren.
00:43:57: Gut!
00:43:59: Schön!
00:43:59: Hättest du abgelistet?
00:44:01: Voll voll voll rund für die große Dankbarkeit.
00:44:08: Ja, schon ein Stück weit Verletzlichkeit.
00:44:10: den Zuhörern gegenübermerke ich einfach jetzt so.
00:44:13: Das Thema Silver Tablet auszubreiten und sich einfach verletzlich zu zeigen und zu sagen hey ja!
00:44:19: Ich ziehe mir auch immer wieder mal den roten Anpassungspult an und die kriegst nicht immer mit.
00:44:27: Ja, also ich finde es super schön und bin dir das sehr dankbar.
00:44:30: Also muss jetzt kurz aussprechen auch für unseren gemeinsamen Weg und dass der einfach auch so stimmig miteinander ist weil es mir einfach ein großes Bedürfnis ist immer wieder diesen Bulli auszuziehen und sie halt annackt zu zeigen, weil im Endeffekt sind wir alle genauso Menschen.
00:44:47: da gibt's kein besser, kein schlechter, kein weiterer keine Ahnung Und das schätze ich echt sehr an.
00:44:53: Da bin ich dir sehr, sehr dankbar, mir und uns!
00:44:57: Und auch natürlich all den Menschen die uns das Vertrauen geben und uns da begleiten.
00:45:01: und jetzt auch euch als Zuhörer.
00:45:05: ganz großes Dankeschön und viel Liebe an diese... also an euch daraus.
00:45:12: Ja und abschließend noch sind wir uns einmal ehrlich mit unseren Liebsten in dieser Beziehung.
00:45:16: was gibt's schöneres aus Nackt ohne Bulle?
00:45:19: Stimmt.
00:45:21: In diesem Sinne, danke ich dir euch fürs zuhören und wenn ihr die Podcast Episode gefallen hat schickt sie gerne weiter deinen Liebsten.
00:45:33: Und tragen wir sie raus in der Welt für mehr Grenzen und aus dem heraus mehr Nahrbarkeit und Verbundenheit so dass mir die Welt ein kleines Stück beziehungsfähiger gestalten und ansonsten wenn du Interesse hast mit uns gemeinsam da dran zu sein.
00:45:51: Findest du alle relevanten Informationen in den Shownotes und so wünsche ich dir eine schöne Zeit, alles Liebe bis zum nächsten Episode!
00:46:01: Und übergib das letzte Wort der Daniela.
00:46:05: Danke schön und eine schönezeit Tschüss.
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